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Godzilla Filme




Movies

Godzilla 2014

Originaltitel

Godzilla 2 - King of the Monsters

Genre

Sience-fiction/Fantasy

Herstellungsland

USA

Erscheinungsjahr

2019

Regie

Michael Dougherty

Produzent

Alex Garcia

Jon Jashni

Filmmusik

Bear McCreary

Ungeheuer

Godzilla

King Ghidorah

Mothra

Rodan

Versch. Titanen

Trailer:

Liste

Inhalt: Fünf Jahre nach dem ersten Auftauchen von Godzilla und den „MUTO“ getauften Titanen lebt die Welt in ständiger Angst vor weiteren Urzeit-Monstern. Die Wissenschaftsorganisation Monarch, die sich bislang um sämtliche Vorkommnisse rund um die Titanen kümmerte, wird von der Regierung vor die Wahl gestellt: Entweder sie begibt sich unter staatliche Aufsicht, oder Godzilla und alle weiteren bekannten Titanen werden getötet, um weitere Katastrophen zu vermeiden. Dr. Emma Russell hat derweil ein Bio-Sonar-System namens Orca entwickelt, mit dessen Hilfe sie mit den Urzeit-Riesen kommunizieren und ihnen sogar Anweisungen geben kann. Dafür benötigt sie jedoch die jeweils passende Frequenz der Titanen. Das Gerät fällt schließlich in die Hände des Öko-Terroristen Alan Jonah, der Emma und ihre Tochter Madison entführt und sämtliche auf der Erde schlummernden Titanen aufwecken will. Als schließlich Godzillas Erzfeind, der dreiköpfige Drache King Ghidorah aus seinem Schlaf erwacht, bricht die Hölle los…


Fazit: Godzilla 2 „King of the Monsters“ ist die direkte Fortsetzung des 2014 erschienenen US Godzilla Films und der 3. Film des sogenannten MonsterVerse, zu welchem auch „Kong: Skull Island“ gehört.

Regie führte diesmal nicht Gareth Edwards, sondern „Krampus“- Regisseur Michael Dougherty, der für diesen Film genau der richtige Mann war. Es gibt mehr Action, mehr Mythologie, mehr Krachbumm. Das CGI und die Tricktechnik sind dabei zeitgemäß auf allerhöchstem Niveau und machen inzwischen Monsterschlachten möglich, die früher undenkbar gewesen sind. Dabei finde ich trotz der vielen Action, dass die Schlachten nie zu unübersichtlich werden.

Die Riege der Monster kann sich sehen lassen und ist praktisch ein Wiedersehen alter Bekannter: Godzilla, Mothra, Rodan und King Ghidorah. Dieses Gespann trat zum 1. Mal 1964 in „Ghidorah the three headed Monster“ in Erscheinung und spätestens daran merkt man schon gleich wo die Reise hingehen wird: Ein Monstergekloppe, mit epischem Ausmaß. Und ja, Godzilla ist auf jeden Fall öfters im Film zu sehen, als im vergleichsweise „ruhigen“ Vorgänger. Ich fand auch generell, dass den einzelnen Ungeheuern eine angemessene Screentime zuteil wurde. Es gibt zwar im späteren Verlauf des Films noch ein paar weitere Kreaturen, die allerdings keine allzu große Rolle spielten. Der Hauptfokus liegt in jedem Fall bei den vier namentlichen Ungeheuern.

Das Design der Kreaturen ist wirklich fantastisch und das Beste überhaupt! Besonders angetan war ich von King Ghidorah. Meine Fresse, sah der toll aus! Er ist ja schon seit Jahr und Tag mein Lieblingsgegner von Godzi gewesen, aber noch nie zuvor hatte er jemals so gut ausgesehen. Kam superfies und herrlich grimmig rüber. Hin und wieder wirkten die Ungeheuer vielleicht ein bisschen zu sehr vermenschlicht, aber das ging absolut in Ordnung, denn in der Showa Reihe wirkten die Monster ebenfalls sehr vermenschlicht, was aber eher unfreiwillig daran gelegen hatte, dass auch Menschen in den Kostümen steckten. Aber dieser Film trägt auch ohnehin die Seele der alten Filme in sich und darum kann man so etwas ruhig machen. Das gibt den Ungeheuern zusätzlich mehr Persönlichkeit und sie wirken dadurch auch wesentlich intelligenter. Aber die Verneigung ( ;) ) vor der „Showa Reihe“ merkt man auch ziemlich gut an den zahlreichen Hinweisen und „Easter Eggs“. Da wären z.B. die Mothra Zwillinge, der Oxygen Zerstörer, oder Ghirdorahs anfängliche Bezeichnung als „Monster Zero“.

Man kann wirklich davon ausgehen, dass es sich bei den Machern des Films um echte Godzilla Fans handelte, die richtig Bock drauf hatten, denn der Film ist eine einzige Liebeserklärung an den Kaiju Eiga und das ist an allen Ecken spürbar. Man ist dem Original mit so viel Liebe und Respekt gegenüber getreten, dass es eine reine Freude ist. Ja, man fühlte sich wieder wie mit 8 oder 9 Jahren. Herr Emmerich, falls Sie das hier lesen sollten: SO macht man einen Godzilla Film!

Was ich auch noch sehr hervorheben möchte ist der geniale Soundtrack! Und YESSS! Der Godzilla Marsch ist zurück! Was habe ich ihn im Vorgängerfilm vermisst. Zwar handelte es sich um eine etwas „modernisiertere“ Version, die aber sehr geil klang. Absoluter Gänsehautmoment, als dieses Stück gespielt wurde. Wäre ich nah am Wasser gebaut, hätte ich angefangen zu heulen.

Godzilla 2 „King of the Monsters“ ist eine absolute Steigerung des 1. Teils und die Macher haben wohl aus den Fehlern des 1. Teils gelernt und diesmal meiner Meinung nach eigentlich alles richtig gemacht. Aber handelt es sich denn auch um den besten Godzilla Film aller Zeiten, wie ich es in meinem Review zu Godzilla 1 gemutmaßt habe?! Nun, das Original von 1954 stellt er zwar nicht in den Schatten, es ist aber der bislang beste AMERIKANISCHE Godzilla Film aller Zeiten und der wird sich auch definitiv zu meinen Lieblings G-Filmen einreihen und jeder, der sich als Godzilla Fan bezeichnet, sollte ebenfalls diesen Film gesehen haben.

Auf die Frage, warum ich diesem Film 9,5 von 10 Punkten gebe und keine volle 10, so liegt das nicht etwa an Godzilla, oder den Ungeheuern. Es liegt an den menschlichen Schauspielern, die ich zum Teil richtig schrecklich fand. Vor allem werfen manche Charaktere mit Sprüchen um die Ohren (auch in Gefahrensituationen), die wohl witzig sein sollten, aber an Peinlichkeit kaum zu übertreffen waren. Die einzigen Charaktere die mich überzeugen konnten, waren Dr. Serizawa, den man schon aus dem 1. Teil kannte und Tywin Lannister, ähm ich meinte natürlich Alan Jonah, der als Antagonist auftrat.

Hätte man einige Personenszenen gekürzt wäre wohl eine 10 drin gewesen. Und ja… die Handlung war auch ein bisschen an den Haaren herbeigezogen und genauso die Schicksale einiger Charaktere, welche einem überhaupt nicht interessierte, aber das traf doch schließlich auf fast jedem Godzilla Film zu.

Mich hat der Film jedenfalls super gut unterhalten. Enttäuscht hatte mich nur die geringe Anzahl an Kinogängern...


9,5 von 10 Punkten